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Karibik Dominikanische Republik Boca Chica

Boca Chica, ein kleines Städtchen an der Südküste der Dominikanischen Republik

Strand Karibik
© Dieter Schütz / PIXELIO
Zuerst mal etwas über die sogenannte Hurrikan-Zeit, sie geht von Juni bis November. Das heißt aber nicht, dass jedes Jahr ein Hurrikan über die Insel fegt. Es besteht lediglich die Möglichkeit, je nach Wetterlage. Die meisten Wirbelstürme gehen vorbei und toben sich über dem Meer aus. Der letzte schlimme Hurrikan in der Dominikanischen Republik war George, der am 21.09.1998 mit Stärke 4 im Osten der Insel auf Land traf und die ganze Insel überquerte. Was die Touristen eher betrifft ist das Wetter, welches ein vorbeiziehender Hurrikan so mit sich bringt. Viel Regen, Windböen, Gewitter und Schwüle. Vor allem im September muss man damit rechnen.

Alle Städte und Dörfer an der Küste haben einmal als Fischerdorf angefangen. Die meisten kleinen Städtchen hier im Süden ziehen sich an einer Hauptverkehrsstraße entlang. Sind also langgezogen und schmal. Das bedeutet weite Wege für die Bewohner. Boca Chica ist anders. Durch die Lage in der Meeresbucht hat sich hier ein kompaktes kleines Städtchen entwickeln können. Der alte Kern ist auf der Meeresseite (südlich) der Autopista (Schnellstraße, die in westlicher Richtung nach Santo Domingo und in östlicher Richtung nach San Pedro de Macoris führt). Somit sind die Wege kurz und man kommt zu Fuß überall hin.

Karibik Dorf
© Berli / PIXELIO
San Andres, das Nachbardorf, ist nicht so von Touristen bevölkert wie Boca Chica. Dort wohnen und arbeiten überwiegend Dominikaner. Einige Residenten haben sich ebenfalls dort angesiedelt. In Boca Chica gibt es viele kleine und größere Pensionen oder Gästehäuser. Lage und Ausstattung bestimmen den Preis. 3 große Allinclusive-Hotels sind in den Ferienkatalogen zu finden: Hamaca, Don Juan und Dominican Bay.

Es ist viel zu schade, die AI-Hotels zu buchen. Will man nur am Strand liegen und sich verwöhnen lassen, dann ist man in diesen Hotels gut aufgehoben. Will man aber etwas vom Land sehen und sich ein Bild von der Bevölkerung machen, dann ist man dort falsch. Die Argumentation, „ich will nicht kochen“ zählt wohl kaum in einem Ort, wo man ab 3 Euro eine komplette Mahlzeit bekommt. Die geführten Touren können nur einen winzigen – noch dazu gestellten – Eindruck von allem geben. Private Erkundungstouren sind in kleinen Gruppen möglich und informativer.




Karibik Urlaub
© Dieter Schütz / PIXELIO
Boca Chica lädt geradezu ein auf Erkundungstour zu gehen. Es ist kompakt und rund und verlaufen kann man sich so gut wie nicht. Nachts sollte man auf den beleuchteten Straßen bleiben und kleine enge und dunkle Gassen meiden. Tagsüber kann man alle Ecken und Nischen betrachten, überall seinen Erfrischungstrunk zu sich nehmen. Die Kommunikation klappt auch wenn man nur wenig oder gar kein Spanisch spricht. Die Dominikaner sind sehr freundlich und hilfsbereit. Es macht Ihnen sehr viel Freude, wenn sie sehen, dass Touristen sich bemühen Spanisch zu sprechen und zu verstehen.



Eines sollte man aber immer beachten. Nie etwas bestellen ohne vorher nach dem Preis zu fragen. Die Bevölkerung lebt immer noch überwiegend in ärmlichen Verhältnissen. Für einen Einheimischen ist ein Tourist reich, denn er kann sich diesen Urlaub leisten. Einen Touristen um ein paar Pesos zu betrügen wird oft als Sport angesehen. Also immer erst fragen und dann bestellen. Beim Einkaufen kann und sollte man überall handeln, wo keine Preise angeschrieben stehen. Ausnahme der Colmado (einheimischer Tante-Emma-Laden mit fast ausschließlich hiesigen Produkten),
Boca Chica Strand
© Hannelore Kolaczek
wo die Leute ihre Verpflegung und vieles mehr einkaufen. Hier gibt es noch Zigaretten einzeln und Margarine, Öl und viele andere Dinge in winzigen Mengen zu kaufen. Wenn man Lust und Laune hat, bestellt man sich etwas zu trinken und lässt sich einen Plastikstuhl geben. Während man sein Getränk zu sich nimmt kann man das Kommen und Gehen betrachten und wird sicher von dem einen oder anderen in ein Gespräch verwickelt.

Außerdem gibt es im Ort ein paar Super-Mercados, dort bekommt man auch ausländische Waren. Für größere Einkäufe kann man mit dem Bus ein paar Minuten in Richtung Hauptstadt fahren und steigt am Kaufhaus Olé aus. Dort bekommt man fast alles, wie in Deutschland.
In Boca Chica finden Urlauber alles, was man für einen gelungenen Urlaub braucht. Zonen der Ruhe und lebhafte Zonen. Sportmöglichkeiten am Strand und anderswo. Es gibt Discotheken, Bars, Souvenirläden, Banken, Wechselstuben (auf der Straße Geld zu wechseln ist strafbar und gefährlich), Restaurants in allen Preisklassen usw.

Von Boca Chica aus kann man einige Ausflüge starten. Natürlich steht die Besichtigung der Zona Colonial in der Hauptstadt Santo Domingo ganz
Boca Chica
© Hannelore Kolaczek
vorne. Santo Domingo ist gut mit dem Boca-Chica-Bus zu erreichen. Seine Endstation ist mitten in der Zona Colonial, am Parque Independencia. Aber die Hauptstadt bietet noch viel mehr als nur die historischen Bauten. Es gibt sehr schöne Museen, den Botanischen Garten, das Aquarium, die Tropfsteinhöhlen usw. Ausflüge nach San Pedro, zu den Wasserfällen ins Hinterland und vieles andere mehr sind von Boca Chica aus problemlos möglich.

Nach den ersten Tagen, man hat schon etwas Bräune und kennt sich ein wenig aus, bewegt man sich gelassener am Strand und im Ort. Gleich lassen die Belästigungen durch die Souvenirverkäufer nach. An Bräune und der Art sich zu geben erkennen diese Leute ihre Neukunden und dementsprechend wird gehandelt. Also nicht verzagen, wenn mal einer der Verkäufer nervt. Ruhig und konsequent no gracias sagen. Viele möchten nicht nur verkaufen sondern suchen das Gespräch mit den Leuten. Einen Versuch kann man immer starten. Das mögen die Menschen und man erfährt dies und das, auch wenn es mit Händen und Füßen erzählt wird.

Boca Chica
© Hannelore Kolaczek
Boca Chica
© Hannelore Kolaczek

Alles in allem, wer die Menschen hier kennen lernen möchte, der muss sich unters Volk mischen. Dominikaner sind ein lautes fröhliches Volk, auch wenn die Mehrheit sehr arm ist. Sie feiern, trinken und tanzen gerne. Ohne Musik geht hier gar nichts. Lassen Sie sich überraschen und erleben Sie Boca Chica ganz privat.


Ich bedanke mich ganz herzlich für den großen Einsatz bei Hannelore Kolaczek, die in Boca Chica lebt und mir diesen Bericht zugesandt hat!



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